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Für das Jahr 2011 möchten ich Seminare mit dem Thema
"Beziehungstraining" auf der Finca Corazón anbieten.
Diese sind noch in Vorbereitung. Schauen Sie gelegentlich wieder
auf meine Webseite für nähere Information oder senden Sie mir eine Mail,
wenn Sie direkt und aktuell von mir informiert
werden möchten.

Hallo,
mein Name ist Yvonne, ich bin 34 Jahre alt und die Möglichkeit
einer kleinen beruflichen Auszeit hat mich auf die Finca Corazón
verschlagen. Ich reite seit meiner Kindheit und es war schon immer
mein Traum, die meiste Zeit des Tages mit Pferden zu verbringen.
In den Wochen, die ich jetzt hier bin, habe ich viel über das
Verhalten der Tiere, sprich: wie sie „ticken“ gelernt und wie
Pferde unter einander kommunizieren. Rei hat nämlich angefangen,
mich in die „Geheimnisse“ des Beziehungstrainings zwischen Pferd
und Reiter einzuweihen.
Rei
selbst hat sich von dem Indianer Ponyboy (www.ponyboy.com)
inspirieren lassen. Ich finde, dass der Kernsatz der Anschauung
von Ponyboy und Rei lautet: baue eine besondere Beziehung zu
deinem Pferd auf und es trägt dich vertrauensvoll und folgt dir
überall hin. Dabei ist es wichtig, dass das Pferd den Menschen als
ranghöher anerkennt. Dies gilt absolut gewaltfrei zu erreichen!
Dem Pferd wird die Beziehung so „schmackhaft“ gemacht, dass es sie
selbst eingehen möchte.
Rei
hat mir im Round Pen eindrucksvoll seine Beziehung zu den
einzelnen Pferden demonstriert. Dabei geht er auf jedes Einzelne
anders ein. Pikatchu z.B. braucht etwas mehr Durchsetzungskraft
und dominanteres Auftreten. Sagitta ist sehr feinsinnig, lauf- und
lernfreudig und es genügen minimale Einwirkungen. Zu viel Dominanz
würde sie verschrecken.
Aber
was macht Rei eigentlich?
Die
1. Etappe des Trainings im Round Pen besteht aus „ich bewege ein
Pferd“. Denn das ranghöhere Tier bewegt immer das Rangniedrigere.
Rei
hat dazu lediglich eine Rope in der Hand, die als verlängerter Arm
eingesetzt wird. Allein durch Körpersprache bringt Rei das Pferd
zum Laufen. Schritt 2 ist das Bewegen des Pferdes in den 3
Grundgangarten, die durch akustische Zeichen vermittelt werden.
Sobald diese sicher abgerufen werden können, dürfen
Richtungswechsel erfolgen. Die Königsdisziplin ist, dass das Pferd
den so genannten „inside turn“ (eine Innenwendung) macht und durch
die Wendung Rei zeigt „ja, ich schließe mich dir an“. Dreht das
Pferd sich nach außen, demonstriert dies sein Fluchtverhalten.
Rei
hat durch diese Übungen eine so vertrauensvolle Basis u.a.
zwischen sich und dem jungen Jumper geschaffen, sodass Jumper,
frisch eingeritten, selbst im Gelände durch pure Stimmkommandos
die Gangarten wechselt und vor nichts Angst hat. Ihr könnt hier
ein Foto sehen, wie toll Jumper im Round Pen in der gleichen
Sekunde wie Rei den Stopp vollzieht.

Zurzeit
arbeiten wir an einer Videodokumentation über die Basisarbeit mit
dem Youngster in der Herde; Cascabel. Dieses Video wird in naher
Zukunft als Lehrfilm dienen.
Rei´s
Wunsch ist nun, sein Wissen über das Beziehungstraining in
Seminaren an die Pferdefreunde weiterzugeben. Die Reitweise des
Seminarteilnehmers, ob klassisch oder Western, spielt hierbei
keine Rolle.
Das
Seminar könnte so aussehen:
*
3 Tage Seminar mit ca. 6,5 Stunden reiner Unterrichtszeit
für 4-6 Teilnehmer/innen *.
Der Aufenthalt
ist zeitlich problemlos ausdehnbar, dann würden noch Ausritte
durch die tollen Pinienwälder, Wanderungen etc. oder einfach Zeit
zur freien Verfügung angeboten werden. Unterkünfte können besorgt
werden.
Zu
Beginn des Seminars wird Theorie vermittelt, u.a. zu den Themen
„was ist ein Pferd, Bedeutung der Herde, Kommunikation mit dem
Pferd, Erläuterungen zu den Arbeitsmaterialen Rope und Round Pen“.
Dann demonstriert Rei seine
Arbeit im Round Pen und schließlich darf sich jeder Teilnehmer
selbst am „lebenden Objekt“ versuchen. Es besteht die Möglichkeit
einer Videoaufnahme, die abends z.B. am Lagerfeuer besprochen
wird.
Tag 2 und 3 werden
ausschließlich für praktische Übungen der Teilnehmer am Pferd
genutzt.
Das Ziel des Teilnehmers sollte
sein, eine Anleitung zu bekommen, wie zum eigenen Pferd eine
Beziehung aufgebaut bzw. verbessert werden kann. Außerdem wird
durch die Reaktion des Pferdes im Round Pen die eigene (Führungs-)Persönlichkeit
nachvollziehbar und es wird deutlich „welches Pferd passt zu mir?“
Daher richtet sich das Seminar auch an Leute, die sich eine
Reitbeteiligung oder ein eigenes Pferd erst noch zulegen möchten.
Ihnen wird sicherlich Aufschluss geboten, ob sie es mit einer
Leitstute aufnehmen können oder es besser ein rangniedrigeres Tier
in der Herde sein sollte.
Ich persönlich habe von meiner
Arbeit mit den Pferden unter Rei´s Anleitung sehr profitiert, weil
mir z.B. jetzt klarer ist, was ich tun muss, um überzeugend zu
wirken. Ein Pferd bewegt sich nämlich noch lange nicht, nur weil
ich ein wenig die Stimme erhebe. Ich habe gelernt, meine Gedanken
zu konzentrieren und dem Pferd klar und selbstbewusst zu schicken.
Außerdem habe ich die schöne Erkenntnis gewonnen, dass mein
Reitbeteiligungs-Pferd zu Hause durchaus gut zu mir passt und ich
jetzt ein paar Kniffe weiß, wie ich die Beziehung zu diesem Pferd
intensivieren kann.
Wenn ihr nähere Infos zum
Seminar haben mögt, mailt oder ruft Rei doch einfach mal an.
Ein Seminartermin steht
zurzeit noch nicht fest.
Sicher wird es euch auf der Finca,
bei den Pferden und allgemein auf La Palma ebenso gut gefallen wie
mir.
Seid herzlich gegrüßt, Eure
Yvonne
-Juni 2010-
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