El Paso - La Palma
Reinhard Seutter
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Die Bewohner

das
sind
wir


lageplan

 

7 Pferde, ein Hund und "Rei",
sowie unzähliges und ständig wechselndes Kleingetier!



Der Charmeur, mit 6 Jahren Chef auf der Jungenskoppel zu sein, zeigt deutlich seine Führungsqualitäten und seinen Durchblick. Jeder der daherkommt, wird erstmal getestet und aus seiner früheren etwas unsensiblen „Rüpeltechnik“ ist ein feines aber kraftvolles Frage- und Antwortspiel geworden. Man muss ihn lieben. Wir auf jeden Fall sind seinem verspielten, jugendlichen Halbstarkencharme verfallen und verzeihen ihm dann auch seine gelegentlichen „Fressattacken“ auf den Ausritten. Nun ja, wie waren wir in dem Alter, wenn wir durch die Supermarktregale vollgepackt mit Süßigkeiten gingen? Spazierritte sind für Coller wie MacDrive für uns. Dressurreiten sollte man nicht unbedingt mit ihm versuchen. Es sei denn, man will es sich mit ihm verscherzen. Und Springen tut er höher als nötig. Aber Wanderritte sind für ihn das Schönste - und er trägt einen willig über die ganze Insel.



Der Schelm, der jetzt 12-jähriger Rappschimmel ist irgendwie der undurchsichtigste hier auf dem Hof. Wenn er sich so transusig hinter einem Baum versteckt oder verspielt vorsichtig mit einem schmust, könnte man sich gar nicht vorstellen, dass er auf der Galoppstrecke abgeht wie ein Zäpfchen und jedem Rennpferd alle Ehre macht. Auf jeden Fall braucht er viel Geduld, Liebe und eine ruhige aber konsequente Hand. Gibt man ihm das nicht, kann man auch versuchen, einem Elefanten das Fliegen beizubringen, denn dann ignoriert er einen völlig und seine Sturheit ist kaum noch zu überbieten. Also ruhig bleiben, auf ihn eingehen und keine Angst vor einem Geschwindigkeitsrausch haben. Sein Aufgabenbereich hat sich in letzter Zeit mehr und mehr gewandelt. Er zeigt interessierten Teilnehmern, was er von ihnen hält. Er ist ein super Beispielpferd für das Beziehungstraining.

   



Kurz „Yoti“ genannt. Sie ist die drittjüngste im Stall bzw. auf der Weide. (geb. Febr. 04). Rotzfrech, übermütig und für ihr Alter riesengroß. Wenn sie über die Weide flitzt, Bocksprünge macht und „Sliding Stopps“ vor dem Elektrozaun hinlegt, dann steht man nur noch begeistert -Zurufe und Applaus spendend- drumherum und freut sich am Leben. Sie ist absolut unverdorben, verschmust, neugierig und lebensfroh, so dass sich der „Papa“ Rei schon unendlich darauf freut, dieses Traumpferdchen als seinen treuen vierbeinigen Weggefährten auszubilden und mit ihr durchs Leben zu gehen. Mittlerweile ist sie zu einem großen Mädel herangewachsen und wird gründlich auf ihre neue Aufgabe vorbereitet.

 

Vanina, die französische Vollblutlady. Groß, erhaben, weise, würdevoll, ruhig aber kraftvoll. Und absolut überzeugend. Die Chefin in der Herde, von der nicht nur ihre Artgenossen sondern auch wir Menschen eine Menge lernen können. Immer wieder überrascht sie durch ihre Fähigkeit, Gesamtsituationen zu durchschauen und Gruppen (Pferd und Reiter) verantwortungsbewusst zu führen. Auf ihren Reiter und seine Fähigkeiten stellt sie sich ein und man kann ihr blind vertrauen. Wenn sie allerdings das Heimweh packt oder sie meint, genug getan zu haben, werden ihre eh raumgreifenden Schritte noch größer und es kostet schon etwas Überzeugungskraft, sie in einem gemäßigten Tempo zu ihrem „Zuhause“ zurückzuführen. - Von diesem Pferd als ranghöher eingestuft zu werden, ist eine Ehre, auf die man wirklich stolz sein kann.
   



In ihren Papieren steht der Name "Im Sagitta Flashy Jac". Sie kam ursprünglich aus Deutschland und wurde dort als Turnierpferd ausgebildet. Es war ihr dort aber oft zu kalt und zu regnerisch, so trat sie 2005 eine große Reise an. Freunde holten sie zu sich auf die Mountain Quarter Ranch, hier auf La Palma. Innerhalb der nächsten zwei Jahre entwickelte sich zwischen ihr und dem Rei eine innige Freundschaft und als wir feststellten, dass beide am selben Tag Geburtstag haben, wurde beschlossen, dass Saggi auf die Finca Corazón kommt. Hier bekam die überaus gutherzige und fürsorgliche Mutter das erste Stutfohlen ihrer Rasse La Palmas zur Welt.

 



Jeder sollte einen guten Freund haben. Rei und Jumper (in den Papieren steht "Ima Bayoto Scotchson") haben sich gesucht und gefunden. Bald nach der Geburt von Jumper, so Anfang 2007, wurden die Beiden sich vorgestellt. Eine offene Frage, (Werden die Zwei je zusammen leben?) ließ die Beziehung Anfangs noch etwas verhalten verlaufen. Am 29.02.2008 wechselte Jumper sein Quartier von der Mountain Quarter Ranch zur Finca Corazón. Seit dieser Zeit arbeiten beide an einer gemeinsamen und innigen Beziehung.

   



Richtig heißt die Lütte "Soy Cascabel la Reina del Corazón" was da übersetzt heißt "Ich bin Glöckchen, die Königin des Herzens". Wie soll sie auch sonst heißen, sie ist schließlich das erstgeborene Quarter-Horse Stutfohlen von La Palma (dem Herzen im Atlantik) und auf der Finca des Herzens am 25.04.2008 zur Welt gekommen. Wenn man dem Generationssprung einmal Glauben schenken darf, wird sie zu großen Leistungen fähig sein, denn ihre Großväter (Pocos Flashy Jac & Charcool) waren mehrfache Deutsche- und Europameister in verschiedenen Westerndiziplinen Ein sehr starker Charakter lässt sich jedenfalls heute schon feststellen.

 

ist das geduldigste Pferd in unserer Familie ist auch gleichzeitig das pflegeleichteste und genügsamste! Sie wird einmal im Jahr, nach dem Winter, gründlich geputzt und anschließend mit etwas Holzschutz behandelt. Sie braucht keine Wurmkur, noch Grippeimpfung und als Barhufer braucht sie auch nicht beschlagen zu werden. Es wird nur von den Gartenfreunden hier auf der Insel ignoriert, denn die begehrten Abfallprodukte stellt sie ihnen nicht zur Verfügung. Die Ausritte mit ihr haben auch eher einen phantasievollen Charakter, was aber nicht heißt, daß man mit ihr keinen Spaß haben kann. Sie ist ein Vollblutpferd: der Spanier sagt ”pura raza pino”...
   



Er wollte auch einmal ins Internet und bei den Dreharbeiten zum Film über die Finca mitwirken. So hat er sich im November 2007 dafür entschieden, ein neues Zuhause beim Rei auf der Finca zu suchen. Es ist ihm bestimmt nicht sehr schwer gefallen, sein altes Herrchen zu verlassen, denn dort musste er ziemlichen Kohldampf spüren, sowie einige Misshandlungen ertragen, wie man an der fehlenden Ohrspitze sehen kann. Er ist ein "Pastor Garafiano", also ein Hütehund. So hatte er seine Aufgabe anfangs bei den Ausritten auch etwas falsch gesehen. Er wollte die galoppierende Herde wieder zusammen treiben. Diese Aktion endete für ihn in einem folgeschweren Unfall. Alle Wunden sind fast verheilt, gelernt hat er auch. Jetzt werden alle Gäste der Finca um Kuscheleinheiten angebettelt.

 



Reinhard, kurz Rei genannt. Der Mittelpunkt, das Herz dieser Finca. Seiner unerschöpflichen Energie, seinem Ideenreichtum und der Fähigkeit, alles mit Geduld und Liebe zu „bearbeiten“, verdankt dieses Projekt sein stetes Wachstum. Sein Motto heißt „sinnvoll und glücklich leben“ und so lässt er sich nie stressen oder aus der Ruhe bringen. Die Pferde danken es ihm auf ihre Art und schenken ihm ihre Anerkennung als „Ranghöheren“. (Dass er mit den Ohren wackeln kann, erleichtert die Kommunikation natürlich ungemein).
Mit ihm kann man sich Tag und Nacht über das unendliche Thema Pferde unterhalten, oder aber auch seinen Erzählungen über die lustigsten Erlebnisse bei den Ausritten folgen.